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Die Wüstener Ortsteile, Wohnplätze und Flurbezeichnungen

 

Ächternkamp (Unterwüsten, Waldemeine)

     
Mit Ächternkamp wird das Flurstück der alten Waldemeine-Siedlung (1927-1933) bezeichnet. Heute Waldemeinestr. Nr. 71 bis 83.  

Altes Dorf (Unterwüsten)

 
   
An der Salze (Unterwüsten)  
Entlang der Salze - Immer lieblicher wird nun das Tal. Von Karl Bachler.

Berkenstraße (Unterwüsten)

 
   

Boberg (Oberwüsten)

 
Erste Erwähnung 1411: Wohl zu boven: oben. Der Berg ist ein paar Meter höher als die benachbarten Vierenberg und Glimberg. Das am Berghang liegende Kolonat Seger-Barthold v. Boberg leitet den Namen von diesem Berg ab (siehe auch Windberg).  

Bornhaus (Unterwüsten, Schwaghof)

 
Born: Brunnen, Quelle  

Branne, auf dem (Oberwüsten)

 
Flurstück am Wiensieker Weg  

Auf dem Brink (Oberwüsten, Kätchenort)

 

Erdsiek (Oberwüsten)

 
   

Frettholz (Unterwüsten)

 
Zu Frit, Fredde für Gebüsch, insbesondere Buchenholz.
Heute ist das Frettholz ein Teil der Siedlung Waldemeine. Nur die Straße innerhalb der Siedlung 'Im Frettholz' erinnert noch daran.
 

Giershagen (Oberwüsten)

 
Benannt nach der Familie Gyr 1349, Ghir 1381.
Wohl auch: Giers, Giersch, Geesel, Geisfuß.
 

Glimke (Unterwüsten)

 
Glimbeke, Nebenbach der Salze, 1492 Glyntbeke. Nach der älteren Form wohl zu Glint: Einfriedigung.  In den ältesten Lippischen Landschatzregistern von 1507 wird ein Hof "Karstin vupper Glintbecken" genannt.  

Hellerhausen (Unterwüsten)

 
Östlich der Waldemeine in Unterwüsten liegt auf einer kleinen Hochfläche (135 m) Zwischen Wüstenbeke und Glimke die stattliche Vier-Höfe-Siedlung Hellerhausen.
1354 Hederhusen, 1494 Hedderhusen. In den Wüstener Kirchenbüchern wird dieser wohl älteste bewohnte Wüstener Flecken bis in die Mitte des 19. Jahrh. Hedderhausen genannt.
 

Hollenstein (Oberwüsten)

 
   

Hühnerbrink (Unterwüsten, Hellerhausen)

 
Dieses Flurstück ist durch die Ausgrabungen von Leo Nebelsiek im Jahren 1935 und 1936 bekannt geworden. Es gehört zu Hellerhausen, genauer: zum Hof Meierjohann (heute Dr. Siefert). Nördlichster Punkt dieses Bereichs ist der Kreisel Waldemeine und Hellerhausen.   

Hüttenstraße

 
   

Irdhänke

 
   

Kätchenort (Oberwüsten)

 
   

Auf der Kleinen Heide (Unterwüsten)

 
   

Krukenplatz (Oberwüsten)

 
   

Krutheide (Unterwüsten)

 
Die Krutheide ist in Unterwüsten etwa das Gebiet links und rechts der Straße vom heutigen Kreisel östlich der Waldemeine bis hinunter ins Salzetal an der Loose. Zur Krutheide gehörten auch die Höfe im Salzetal an der heutigen Ringstraße. 1503 wird sie Krytgove genannt. In den Wüstener Kirchenbüchern des 18. Jh. heißt sie noch Kruth Hove, Krauth Hove oder auch Krut Hofte. Die erste Erwähnung unter dem Namen Krutheide fand sie im Wüstener Kirchenbuch von 1795.  

Kuhlenholz (Oberwüsten)

 
   

Kuhlenstraße (Oberwüsten)

 
 

Langenberg (Unterwüsten)

 
In den Wüstener Kirchenbüchern des 17. und 18. Jahrh. wird der Langenberg Lamberge (1699) genannt.  

Lehmkuhle (Oberwüsten)

 
   

Loose (Unterwüsten)

 
Waldhöhe bei Salzuflen. 1354 Laze.  

Müggenstraße (Oberwüsten)

 
   

Neues Dorf (Oberwüsten)

 
Die Straße durch das Neue Dorf

Pehlen (Unterwüsten)

 
Im 12. Jahrhundert Pythelon, 1359 Pedeln, 1489 der Hof to Pedeln, 1572 to Pegeln.  

An der Salze (Unterwüsten)

 
Der Bach Salze entspringt auf der Steinegge, fließt durch Solterwisch, mitten durch Exter, vorbei an Hagenmühle und Loose, um dann in Bad Salzuflen in die Bega zu münden, kurz bevor diese in der Werre aufgeht. Früher hieß die Salze nach den salzhaltigen Quellen in Loose "Solte".  
An der Salze, auf Unterwüstener Seite, liegen oder lagen die Höfe Brokmeier (Nr. 9) Pauk, heute Stuke (Nr. 10), Limberg, aufgegeben (Nr. 1) und Meise. Die westlich von Brokmeier an der Salze gelegenen Höfe gehören zur Krutheide.
 

Schalks Busch (Unterwüsten, Sundern)

 
   

Schwaghof (Unterwüsten)

 
Otto Pölert schreibt: "Eigentlich brauchte die Geschichte von Wüsten den Schwaghof gar nicht zu berühren, denn noch vor 250 Jahren gehörte er weder zu dieser Gemeinde noch zum Lande Lippe. Doch ... ist dieser Hof später durch Umgemeindung ... unter lippische Hoheit und zu Wüsten gekommen."  

Spellbaum oder Spielbuche (Oberwüsten)

 

Wienbökers modo Noltensmeiers Hof

 

Steinbeck, Rittergut (Unterwüsten)

   

Steinsiek (Oberwüsten)

 
   
Sundern (Unterwüsten)  
Sundern m.: ein von der Gemeindemark abgesonderte Waldfläche.  

Sunderschling (Unterwüsten)

 
Slink m.:hölzernes Tor vor Höfen und Äckern, auch zur Verschließung der Landwehren. Hier befand sich der  Schlagbaum zwischen Lippe und Preußen am Helweg.  

Vierenberg (Unterwüsten)

 
Der Name "Vierenberg" wird zurückgeführt auf die vier germanischen Gottheiten, die hier oben sollen verehrt worden sein, nämlich Tyr, Wodan, Donar und Frigge oder Holde. Eine andere Version ist  "Feuerberg" (1486 : Fyrenberg); diese Ableitung von den Sonnenwendfeuern erinnert vielleicht auch an den Opferstein am Hange des Vierenberges.  

Voßhagen (Oberwüsten)

 
1150 Vosseshagen = Fuchshagen  

Waldemeine (Unterwüsten)

 
Die Waldemeine, ein Ortsteil von Unterwüsten, wird begrenzt im Nordwesten durch Steinbeck, im Norden durch die Krutheide, im Osten durch Hellerhausen.
In den Wüstener Kirchenbüchern aus dem 18. Jh. finden wir die Bezeichnungen Wollemeine, Wohlemeine, Wohlgemeine (1796) und Wolemene. Sie war eine Gemeine, ein gemeinschaftlicher Besitz der Unterwüstener Höfe, mit lichtem Wald bestanden, von der Wüstenbeke durchzogen, in die, die anliegenden Höfe ihr Weide- und Mastvieh weiden ließen und ihren Holzbedarf deckten. 
 
Der "Lehmberg" in der Waldemeine
   

Weitenbrede (Oberwüsten)

 
   

Wiensiek (Oberwüsten)

 
   

Wiggenböke, Wienböke (Oberwüsten)

 
   

Windberg (Oberwüsten)
Der Windberg ist ursprünglich der Boberg. Erst als die Windmühle um 1900 dort
in Betrieb genommen wurde, entstand der Name Windberg. 

 

Quellen: Butterweck, W: Das Amt Schötmar in geschichtlicher Beleuchtung. Hofbuchdruckerei Willi Bruder (Lippische Tages-Ztg.). Detmold 1913.