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Sparbrodts Mühle - Unterwüsten Nr. 7 |
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In einem Lehnsregister der Äbtissin Liutgard, welche die
Abtei Herford seit 1327 leitete, werden uns schon 2
Haupthöfe in Hederhausen genannt. Mit dem einen von ihnen (Meierjohann)
waren die Herren von Exterde belehnt, während der andere (Thiesmeier)
der Familie de Slon zu Lehen gegeben war. Es ist
interessant, daß damals, also vor beinahe sieben
Jahrhunderten, der Letztere mit zwei dazugehörigen Häusern
und einer Mühle genannt wird. Aus diesen beiden
Kötterhäusern sind später die Höfe Deppe (Sievert) und
Sparbrodt (Niedermeier) hervorgegangen. Zum Hofe Sparbrodt
gehört heute noch die alte Mühle, welche also vor 680 Jahren
schon in Betrieb war und die weitaus älteste Mühle in Wüsten
ist. Allerdings durfte Sparbrodt später nur noch für sich
selbst mahlen; das Mahlen für Fremde war ihm 1696
ausdrücklich verboten. Das in den 1990 Jahren abgebrannte
Gebäude ist 1785 gebaut und stellt in seiner romantischen Verträumtheit und idyllischen Lage an der einsamen Glimbke so
recht das Sinnbild der Mühle "in einem kühlen Grunde" dar,
wie sie das Volkslied besingt.[1] |
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Sparbrodts Mühle mit der letzten Müllerfamilie Klocke. |
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Lageplan von 1696. Das Amt Vlotho beschwert sich, dass Bauer
Sparbrodt für seine Mühle den "Schnatbach" umgeleitet hat.
Der Plan zeigt, dass das Flößen von Pelshenken Wiesen, das
durch das Aufstauen der Glimke möglich war, nun durch die
Umleitung der Glimke nicht mehr möglich ist. "Sparbrodt hat
Pelshenke das Wasser abgegraben", wie es in der
Beschwerdeschrift heißt. (Der Hof Pelshenke gehörte
zur Bauerschaft Wehrendorf und damit zum preußisch
brandenburgischen Amt Vlotho.)
Gezeigt werden links auf dem Plan die Höfe Böger, Hüdepohl
und Iggensen (Unterwüsten Nr.18, 17 und 16), unten den
Grenzstein von 1539 zwischen dem Ravensberger Land mit den
Sparren im Wappen und Lippe; oben rechts Sparbrodts Mühle
mit der umgeleiteten Glimke.[2] |
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Sparbrodts Mühle mit der letzten Müllerfamilie und dem
intakten Mühlrad aus der Senke der Glimke gesehen. |
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Sparbrodts Mühle wird nach dem 2. Weltkrieg noch einige Zeit
von der Familie Schuttkästing
als Wohnhaus genutzt. |
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Sparbrodts Mühle kurz bevor sie ein Raub
der Flammen wurde. Foto aus den 1990er Jahren.
Das Haus und der Geräteschuppen (links) werden als
Wochenendhaus genutzt. |
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Quellen: |
1 Nach Otto Pölert:
Wüsten. Eine Höfe- und Siedlungsgeschichte. Wüsten, o.D., S.
19. |
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Dank an Frau Helga Klocke und Kurt
Schuttkästing, die die Fotos zur Verfügung gestellt haben. |
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2 Lageplan: StaD L 92 N Nr. 996 Skizze. |
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