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Elisabeth Scherfeld (1909-1996) hat sich um den
Erhalt der Plattdeutschen Sprache in Wüstener
Mundart verdient gemacht. |
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Elisabeth Scherfeld geb. Franzmeier, wie sie mit
vollem Namen hieß, wurde am 1. August 1909 als
Tochter des Simon Friedrich Wilhelm Franzmeier,
Schuhmachermeister und Kollektant, so steht es im Wüstener Kirchenbuch, und der Juliane Pauline Amalie geb. Möller in
Oberwüsten Nr. 75 geboren. Ihren Rufnamen Elisabeth
bekam sie von ihrer Taufpatin Elisabeth Thelemann,
der Tochter des seinerzeitigen Pastors in Wüsten.
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ging in Oberwüsten zur Schule, Heinrich Beckmann war
ihr Lehrer. 1923 wurde sie in der Wüstener Kirche
von Pastor Böke konfirmiert. Nach ihrer
Volksschulzeit besuchte sie die Handelsschule
Kohlhase. Zunächst arbeitete Sie als Weißnäherin,
dann wurde sie Direktrice im DOB-Bereich bei der Bekleidungsfirma Elsbach in Herford. |
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lernte ihren spätern Mann, den aus Valdorf-West Nr.
85 stammenden
Tischlermeister und Beamten bei der LVA Mark Brandenburg August Scherfeld kennen. Sie
heirateten am 24. Februar 1939. Schon bald nach der
Hochzeit war der Umzug nach Berlin-Johannisthal in
die Mühlbergstraße 1. August Scherfeld wurde bei der
LVA zum Landesassistenten ausgebildet und Beamter.
Elisabeth Scherfeld engagierte sich während der
Kriegszeit als Rote-Kreuz-Mitarbeiterin. |
| Ihrem
Ehemann blieb die der Einzug zur Wehrmacht nicht
erspart. Sein Einsatz erfolgte in Rußland und auf
dem Balkan, wo er in Kriegsgefangenschaft geriet.
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| In der Kriegszeit wurden
ihnen zwei Kinder geboren. Manfred 1940 und Annelore 1944. |
| Aus der
Kriegsgefangenschaft kehrte er als Invalide zurück.
Sie lösten in Berlin ihre Wohnung auf und zogen in
ihr elterliches Haus nach Oberwüsten Nr. 159 zurück. |
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Elisabeth Scherfeld war nach
Kriegsende vorwiegend Ehefrau, Hausfrau und Mutter.
Gelegentlich half sie auch im landwirtschaftlichen Betrieb
ihrer
Schwiegereltern in Valdorf. Ansonsten kümmerte sie
sich um Haus, Feld und Garten. Sie verkaufte
Produkte aus eigenem Anbau von Feld und Garten an
einen von ihr aufgebauten Personenkreis. Überleben
war zu diesem Zeitpunkt mehr als notwendig. Sie
betreute auch bis zum Tod ihre noch lebende Mutter.
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Nach dem Tod ihres
Ehemannes († 17. Mai 1980) besuchte sie oft Personen
im Evangelischen Stift, die noch älter waren als
sie, unterhielt sich mit ihnen und hörte sich deren
Sorgen an. |
Auf
einer kleinen Reiseschreibmaschine schrieb sie aus
ihrem Leben Erinnerungen in plattdeutscher Sprache
"Menschen zu meiner Zeit". Ein neues Buch war schon
in Arbeit als eine Oberschenkelhalsfraktur mit
Krankenhaus-Aufenthalt und anschließender
Reha-Maßnahme im Ev. Stift zu Wüsten ihre Pläne
zerstörte. Elisabeth Scherfeld verstarb am 25. Juni
1995. Sie wurde im Familiengrab auf dem Wüstener
Friedhof beigesetzt.
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