|
Am 5. August 1914 wurde Wilhelm Brinkmann eingezogen
– oder meldete er sich
mit knapp 38 Jahren freiwillig? Er
erhielt eine Kurzausbildung in Paderborn und am 28. September
1914 kam er an die Westfront. Nach drei Monaten, am 17.
Dezember, wurde er durch einen Lungendurchschuss so stark
verwundet, dass er am 18. Dezember 1914 starb. Beerdigt
wurde er in Fournes-en-Weppes bei Lille. |
|
Der deutsche Soldatenfriedhof Fournes-en-Weppes, auf dem
1.916 deutsche 5 französische Kriegstote begraben
sind, wurde im Oktober 1914 von der deutschen Truppe
angelegt. Die Beisetzung der Toten erfolgte anfangs -
ausgehend von Gestaltungsmerkmalen eines zivilen Friedhofes
- kreisförmig, in späteren Jahren jedoch nur noch in Reihen,
bis im September / Oktober 1918 die Alliierten die Region in
Besitz nahmen. Hohe Verluste brachten die Schlachten im
Oktober 1914 sowie im Frühjahr und im Herbst 1915. Mehr als
750 der hier Ruhenden verloren bei den schweren
Stellungskämpfen im Jahre 1916 das Leben. Ein großer Teil
der übrigen Opfer starb Anfang April 1918 infolge der
deutschen Offensive bei Armentières und gegen den Südflügel
der britischen Front um Ypern, insbesondere gegen den
Kemmelberg. Die Toten gehörten Truppenteilen an, deren
Heimatgarnisonen vor allem in Bayern, aber auch in
Westfalen, Westpreußen, Posen, Schlesien, Brandenburg,
Sachsen, Württemberg und im Rheinland lagen. |