|
| Das Haus Nr. 93 auf der
Krutheide |
| Nur noch wenig wissen wir über das Haus an
der Krutheide nahe der Loose, das am Anfang der 1990er Jahre dem
Straßenbau zum Opfer fiel. |
Das Bruchsteinhaus mit dem Fachwerkanbau
muß um 1880 erbaut worden sein. Zu der Zeit wurden in
Unterwüsten die Hausnummern in der Reihenfolge der Bauanträge
vergeben. Also zeitlich zwischen dem Neubau des Krautkrugs und dem Haus
Burre im Frettholz.
Die Zimmerei und Tischlerei war immer eine Kleinwerkstatt, in der
zuerst Heinrich Linnenbröker und dann auch sein Schwiegersohn
Heinrich Bollmann seiner Arbeit nachging. In der Werkstatt wurden auch
Heimarbeitsaufträge für die umliegenden
Möbelwerkstätten erledigt.
|
|
|
So haben wir das 'Bollmansche Haus'
in Erinnerung. [1]
|
|
|
Die Hinteransicht des Hauses mit dem
Fachwerkanbau, in dem die Zimmerei und Tischlerei untergebracht war.
[3]
|
|
|
Das Haus stand ehemals im
Vordergrund rechts , hinter dem kleinen Wanderweg, der zum Gut
Steinbeck führt.[4]
|
| Durch die Verbreiterung der Straße von der
Lose in Richtung Wüsten und der Bau von Ölabscheidern, die
heute an seiner Stelle sind, wurde das Haus abgerissen. |
|
|
| Die Bewohner des Hauses |
Hier müssen wir uns im wesentlichen auf die
erschienenen Adreßbücher verlassen. So sind im 'Adressbuch
für das Fürstenthum Lippe' von 1901 die
Familienvorstände Heinrich Linnenbröker als Zimmerer
und August Linnenbröker als Knecht aufgeführt.
|
|
|
Der Zimmermeister Heinrich
Linnenbröker
mit seinen
Töchtern Karoline (Lina) Bollmann und
Frau Tölle aus Bielefeld
und seiner Enkeltochter. [2]
|
Im ersten Adreßbuch nach dem Krieg von
1952, wo in Wüsten bereits zu einem großen Teil
Straßennamen und innerhalb der Straßen Hausnummern vergeben
waren, ist nur noch Frau Karoline Bollmann, Krutheide Nr.11
erwähnt. Im Adreßbuch von 1972 ist als Mitbewohnerin Frau
Frieda Beiderwieden genannt.
|
|
|